SK-Konstruktion fertigt Prototypen, Reproduktionen und Kleinserien aus Gießharz in individuell hergestellten Silikonformen.
Dabei wird das zweikomponentige Gießharz nach dem Anmischen zunächst in einer Vakuumkammer entgast, um beim Mischen eingeschlossene Luft möglichst weitgehend aus dem Material zu entfernen.
Anschließend erfolgt das eigentliche Befüllen der Silikonform bei normalem Umgebungsdruck und nicht unter Vakuum.
Bei kleinen Bauteilen und feinen Formbereichen kann das Harz kontrolliert mit einer Spritze eingebracht werden.
Ein typischer Ablauf ist:
CAD-Modell / Mastermodell → Silikonform → Gießharz anmischen → Vakuumentgasung → Form befüllen → Aushärten → Entformen → Nachbearbeitung → weitere Abgüsse
SilikonformIndividuelle Form aus vorhandenem oder 3D-gedrucktem Mastermodell. | Harz entgasenAngerührtes Gießharz vor dem Gießen in der Vakuumkammer von eingeschlossener Luft befreien. | Kontrolliert gießenForm anschließend bei Normaldruck befüllen – bei kleinen Bauteilen bei Bedarf mit Spritze. | Kleinserie fertigenBauteile aushärten, entformen, nachbearbeiten und weitere Exemplare herstellen. |
Nicht jedes Kunststoffbauteil muss im 3D-Druck oder Spritzguss hergestellt werden.
Für Prototypen, Reproduktionen und kleinere Stückzahlen können Gießharze in Silikonformen eine interessante Alternative darstellen.
Typische Anwendungen sind beispielsweise:
Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt von Geometrie, Stückzahl, Materialanforderung und Einsatzzweck ab.
Für die Herstellung der Gießteile wird zunächst eine geeignete Silikonform benötigt.
Diese kann beispielsweise auf Basis eines:
entstehen.
Je nach Geometrie kann eine ein- oder mehrteilige Form erforderlich sein.
Formaufteilung, Hinterschneidungen, Anguss und Entlüftung werden bereits bei der Herstellung der Silikonform berücksichtigt.
Mehr über unseren Silikonformenbau erfahren →
Wenn noch kein Mastermodell vorhanden ist, kann die komplette Prozesskette bei SK-Konstruktion beginnen.
Ein möglicher Ablauf ist:
Idee oder Zeichnung
↓
CAD-Modell erstellen
↓
Mastermodell im 3D-Druck fertigen
↓
Mastermodell nachbearbeiten
↓
Silikonform herstellen
↓
Gießteile fertigen
Dadurch können Konstruktion, Mastermodell, Formenbau und Guss aufeinander abgestimmt werden.
Für den Kunststoffguss kommen je nach Anwendung geeignete zweikomponentige Gießharze zum Einsatz.
Harz und Härter müssen im vorgegebenen Mischungsverhältnis sorgfältig miteinander vermischt werden.
Dabei können jedoch Luftblasen in das Material eingebracht werden.
Gerade bei:
können solche Luftblasen später zu sichtbaren Fehlstellen oder Lunkern führen.
Deshalb wird das angemischte Harz bei geeigneten Materialien vor dem Gießen entgast.
Nach dem sorgfältigen Vermischen wird das angerührte Gießharz in einem geeigneten Behälter in die Vakuumkammer gestellt.
Unter Vakuum dehnen sich im Harz eingeschlossene Luftblasen aus und können aus dem Material austreten.
Das Material kann dabei zunächst deutlich aufschäumen beziehungsweise sein Volumen vergrößern.
Nach Abschluss der Entgasung wird:
Die Silikonform selbst wird bei unserem Verfahren beim Gießen nicht unter Vakuum gesetzt.
Beim Anmischen zweikomponentiger Harze lässt sich ein gewisser Lufteintrag kaum vollständig vermeiden.
Durch die Vakuumentgasung können eingeschlossene Luftblasen vor dem eigentlichen Gießen reduziert werden.
Das kann insbesondere helfen bei:
Die tatsächliche Qualität hängt zusätzlich von Harzsystem, Topfzeit, Viskosität, Formgeometrie und Gießtechnik ab.
Nach der Entgasung wird das Harz bei normalem Umgebungsdruck in die Silikonform eingebracht.
Dabei ist wichtig, möglichst wenig neue Luft einzutragen.
Je nach Form kann das Material:
werden.
Das Gießverfahren wird an Bauteilgröße und Formgeometrie angepasst.
Bei kleinen Formen oder sehr kleinen Materialmengen kann eine Spritze Vorteile bieten.
Damit lässt sich das Gießharz:
Gerade bei kleinen technischen Bauteilen kann dadurch wesentlich kontrollierter gearbeitet werden als beim freien Eingießen aus einem größeren Mischbecher.
Die Form wird dabei weiterhin bei normalem Umgebungsdruck befüllt.
Damit das Harz eine Form vollständig füllen kann, muss gleichzeitig die vorhandene Luft aus der Kavität entweichen können.
Deshalb können je nach Geometrie erforderlich sein:
Besonders bei:
muss berücksichtigt werden, wo sich beim Befüllen Luft sammeln könnte.
Ein guter Formaufbau ist deshalb mindestens ebenso wichtig wie die Entgasung des Harzes.
Nach dem Befüllen bleibt das Bauteil bis zur ausreichenden Aushärtung in der Silikonform.
Die erforderliche Zeit hängt vom eingesetzten Harzsystem ab.
Zu berücksichtigen sind unter anderem:
Die jeweiligen Herstellerangaben des eingesetzten Harzes werden dabei berücksichtigt.
Nach ausreichender Aushärtung wird das Bauteil vorsichtig aus der Silikonform entnommen.
Die Flexibilität der Form ermöglicht auch die Entformung komplexerer Geometrien und gewisser Hinterschneidungen.
Dabei muss jedoch vermieden werden, die Silikonform unnötig stark zu belasten.
Nach dem Entformen wird das Bauteil kontrolliert.
Je nach Formaufbau können nach dem Gießen noch Nacharbeiten erforderlich sein.
Dazu gehören beispielsweise:
Welcher Aufwand erforderlich ist, hängt stark von Bauteil und Formgeometrie ab.
Je nach Anwendung können unterschiedliche Harzsysteme infrage kommen.
Typisch sind beispielsweise:
Die Auswahl richtet sich unter anderem nach:
Nicht jedes Gießharz eignet sich gleichermaßen für jede Silikonform oder Anwendung.
Die Materialauswahl erfolgt deshalb projektbezogen.
Gießharze sind mit verschiedenen Eigenschaften verfügbar.
Abhängig vom Material können beispielsweise angestrebt werden:
Damit lässt sich ein Gießteil teilweise stärker auf den späteren Einsatzzweck abstimmen als ein reines Modellbauteil.
Je nach verwendetem Harzsystem können Gießharze teilweise eingefärbt oder pigmentiert werden.
Dadurch können Bauteile beispielsweise:
hergestellt werden.
Die konkrete Farbmöglichkeit hängt vom verwendeten Material und den verfügbaren Pigmentsystemen ab.
Eine exakte Farbübereinstimmung nach RAL oder anderen Farbsystemen sollte nur zugesagt werden, wenn sie im jeweiligen Projekt tatsächlich reproduzierbar geprüft wurde.
Ein Vorteil einer Silikonform besteht darin, dass aus demselben Formwerkzeug mehrere Bauteile hergestellt werden können.
Damit eignet sich das Verfahren insbesondere für:
Wie viele Teile mit einer Form hergestellt werden können, lässt sich nicht pauschal angeben.
Die Standzeit hängt unter anderem ab von:
Für ein einzelnes Bauteil ist der direkte 3D-Druck häufig die einfachere Lösung.
Mit zunehmender Stückzahl oder bei besonderen Anforderungen kann eine Silikonform interessanter werden.
Eine vereinfachte Orientierung:
Direkter 3D-Druckhäufig sinnvoll bei: | Silikonform und Gießharzkönnen sinnvoll sein bei: |
Welche Variante wirtschaftlich sinnvoller ist, muss anhand des konkreten Bauteils bewertet werden.
Mehr über unseren 3D-Druck Service erfahren →
Der Begriff Vakuumguss wird im Prototypenbau häufig für Verfahren verwendet, bei denen Gießharz und Silikonform innerhalb einer speziellen Vakuumgießanlage verarbeitet beziehungsweise die Form unter Vakuum befüllt wird.
Bei SK-Konstruktion verwenden wir einen anderen Ablauf:
Wir entgasen das frisch angerührte Gießharz in einer Vakuumkammer und gießen es anschließend bei normalem Umgebungsdruck in die Silikonform.
Bei kleinen Bauteilen kann das Befüllen kontrolliert mit einer Spritze erfolgen.
Damit unterscheiden wir unser Verfahren bewusst von einer industriellen Vakuumgießanlage.
Viele Kunden suchen nach Begriffen wie:
Deshalb finden Sie unsere Leistung auch unter dem Begriff Vakuumguss.
Technisch genauer handelt es sich bei unserem Verfahren jedoch um:
Kunststoffguss in Silikonformen mit vorheriger Vakuumentgasung des Gießharzes.
Diese Unterscheidung ist uns wichtig, damit klar ist, welches Verfahren tatsächlich eingesetzt wird.
Wenn keine CAD-Daten vorhanden sind, kann die komplette Prozesskette bereits beim vorhandenen Originalteil beginnen.
Beispielsweise:
Originalbauteil
↓
3D-Scan / Vermessung
↓
CAD-Nachkonstruktion
↓
Mastermodell
↓
Silikonform
↓
vakuumentgastes Gießharz
↓
Gießteile / Kleinserie
Dadurch können insbesondere ältere oder nicht mehr verfügbare Bauteile digitalisiert und bei technischer Eignung reproduziert werden.
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Bevor eine Silikonform hergestellt wird, sollte das Bauteil möglichst weitgehend festgelegt sein.
Änderungen am Mastermodell nach Herstellung der Form führen in der Regel dazu, dass eine neue Silikonform benötigt wird.
Deshalb kann es sinnvoll sein, zuvor einen oder mehrere 3D-gedruckte Prototypen herzustellen.
Ein möglicher Entwicklungsweg:
CAD → 3D-Druck-Prototyp → Test → Änderung → finales Mastermodell → Silikonform → Kleinserie
Dadurch können konstruktive Änderungen vorgenommen werden, bevor Aufwand in die Formherstellung investiert wird.
„Wir benötigen mehrere gleiche Kunststoffteile.“
Abhängig von Stückzahl, Geometrie und Material kann eine Silikonform mit Gießharz eine geeignete Lösung sein.
„Der 3D-Druck hat nicht die gewünschte Oberfläche.“
Ein nachbearbeitetes Mastermodell und eine Silikonform können eine alternative Oberflächenqualität ermöglichen.
„Wir haben nur ein vorhandenes Musterteil.“
Das Bauteil kann je nach Geometrie vermessen oder gescannt und als Grundlage für ein Mastermodell verwendet werden.
„Wir benötigen nur eine kleine Serie und möchten kein Spritzgusswerkzeug herstellen.“
Silikonformen können für bestimmte kleine Stückzahlen eine wirtschaftliche Alternative darstellen.
„Das Bauteil ist sehr klein.“
Bei kleinen Formen kann das entgaste Harz kontrolliert mit einer Spritze eingebracht werden.
„Wir möchten zunächst testen, ob das Produkt funktioniert.“
Vor dem Formenbau kann zunächst ein 3D-gedruckter Prototyp hergestellt und geprüft werden.
Für eine erste Einschätzung sind insbesondere hilfreich:
Wenn noch nicht bekannt ist, welches Material oder Verfahren geeignet ist, reicht zunächst eine Beschreibung der Anwendung.
SK-Konstruktion fertigt Prototypen und kleine Serien aus Gießharzen am Standort Schopfheim im Landkreis Lörrach.
Durch die Kombination von CAD-Konstruktion, 3D-Scan, 3D-Druck, Silikonformenbau und Gießverfahren können mehrere Schritte innerhalb eines Projekts miteinander verbunden werden.
Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Einzelteilen, Prototypen und überschaubaren Kleinserien, nicht auf industrieller Großserienproduktion.
Senden Sie uns Fotos, CAD-Daten oder eine Beschreibung des gewünschten Bauteils sowie die benötigte Stückzahl und den vorgesehenen Einsatzzweck.
Wir prüfen anschließend, ob direkter 3D-Druck oder die Fertigung über Silikonform und Gießharz für die Aufgabenstellung sinnvoller ist.